Kleidung
Die Ordensregel bestimmt klar, dass ausschliesslich Wollstoffe verwendet werden müssen. Die einzige Ausnahme war hier das Leibhemd, es durfte im Orient zwischen Ostern und Allerheiligen aus Leinen sein. Weisse Kleider waren den dienenden Brüdern untersagt. Dieses Verbot bezieht sich vermutlich nur auf die Oberkleidung. Die Unterkleidung bestand aus naturfarbenen Leinenkleidern. Es gibt heute keine erhaltenen Kleider der Tempelritter. Bei der Deutung der Bekleidung der Templer kann nur auf Abbildungen oder auf die Ordensregel geschlossen werden. Auch in der gängigen Literatur ist man sich nicht, darüber einig ob die Farben der Oberkleider weiss oder schwarz beziehungsweise braun waren. In den meisten zeitgenössischen Abbildungen waren die Kutten/ Tuniken der Templer braun oder schwarz. Die Kleidung musste möglichst schlicht und ohne Verzierungen sein. Eigenmächtige Verzierungen wie Fellbesatz oder gefärbte Stoffe wurden streng bestraft.
Die Bruche
Die Bruche war wie die restliche Bekleidung aus Wolle. Sie war die Unterhose und wurde direkt auf dem Körper getragen. Die Länge der Bruche varierte mit der Zeit, wobei sie sich immer zwischen Knielang und Knöchellang bewegte. Verschlossen wurde die Bruche mit einer Kordel die sich in einem Tunnelzug befand. An dieser Kordel wurden die Beinlinge festgebunden.
Die Beinlinge
Die Beinlinge waren aus braunem oder naturfarbenem Wollstoff und wurden an der Bruche festgebunden. Die beiden Beinrohre bildeten die Hosen. Der Hosenboden war die Bruche. Das heisst man trug die Unterhose offen, mit zwei angebunden Beinrohren.
Das Leibhemd
Das Leibhemd war aus leichtem Wollstoff. Für die Brüder im Orient konnte zwischen Ostern und Allerheiligen das Leibhemd auch aus Leinen sein, Es stellt das Unterhemd dar und sollte die restliche Kleidung vom Körperschweiss schützen. Das Leibhemd wurde stets mit einem dünnen Wollgürtel gegürtelt. Diese Wollschnur wurde auch als Zeichen der Keuschheit angelegt, Ebenso wie das Hemd wurde diese Wollschnur nur beim Hemdwechsel abgelegt. Die Bruche und die Beinlinge und das Leibhemd bildeten die Unterkleider. Sie wurden immer anbehalten, das heisst man ging mit diesen Kleidungsstücken auch ins Bett. Zum Mitternachtsgebet sollten die Brüder in diesen Kleidungsstücken erscheinen. Ergänzt wurden die Kleider zum Gebet mit dem Mantel und den Schuhen.
Der Leibrock
Der Leibrock war ein knielanges Obergewand, dass durch zusätzliche Seitenkeile weiter geschnitten war als die tunika. Er eignete sich besser zum Reiten. Somit ersetzt der Leibrock die Tunika oft im Felddienst oder bei den Hausarbeiten. Mit ihm wurden auch längere Reisen zu Pferd unternommen.  Bei kaltem Wetter wurde der Leibrock unter der Tunika getragen. Das Kettenhemd konnte auch über dem Leibrock getragen werden.
Die Tunika (Kutte)
Die Tunika war das Hausgewand. Sie war bei den Rittern wie auch bei den dienenden Brüdern meist braun. Getragen wurde sie immer, wenn keine weiten Reisen anstanden oder wenn der Bruder in der Komturei verweilte. Die Regel besagte, dass die Brüder vollständig bekleidet sein sollten. Das Herumgehen nur in den Unterkleidern war verboten. Die Tunika bildet also mit der Unterbekleidung, den Hosen und den Schuhen die zivile Mindestbekleidung.
Der Mantel (Habit)
Der weisse Mantel war das Zeichen der Ritter. Er wurde bei wichtigen zeremoniellen Anlässen getragen, wie den Gebetsstunden (Horen) während den Mahlzeiten und während den Kapitelen. Der Mantel wurde zu diesen Anlässen mit der Tunika / Kutte getragen. Auf der linken Schulter befand sich das Templerkreuz. Geschlossen wurde der Mantel durch Tasselschnüre. Fiebeln und Tasselscheiben waren als Prunk verboten. Bei einem vergehen eines Ritters wurde ihm als Strafe der Mantel entzogen: den Mantel erhalten (im Orden aufgenommen werden); den Mantel niederlegen (den Orden verlassen); Verlust des Mantels (aus dem Orden ausgeschlossen). Der Mantel der dienenden Brüder war braun. 
Der Gambeson
Der Gambeson bestand aus wattierten  festen Wollstoffen oder Leinen, die miteinander versteppt waren. Er wurde unter dem Kettenhemd getragen. Durch seine Festigkeit wurden Hiebe auf das Kettenhemd abgefedert. Der Gambeson schützte auch den Ritter vor Druckstellen und Scheuerungen des Kettenhemdes. Ein grosser Nachteil des Gambeson war seine isolierende Wirkung. Bei zu grosser Hitze konnte es schnell während dem Kampf zu einem Hitzestau kommen, so das der kämpfende Ritter an einem Hitzschlag zusammenbrach. 
Das Kettenhemd
Das Kettenhemd war das wertvollste einer Ritterrüstung. Beim Eintritt in den Templerorden musste der Anwerter sein 
eigenes Kettenhemd mitbringen. Es gab verschieden Qualitäten von Kettenhemden, bei den meisten Kettenhemden im Mittelalter war jeder Ring mit einem kleinen Stift vernietet. Es gibt auch verschiedene Macharten,  das heisst wie viele Ringe ineinander geflochten waren 4/1 ,5/1, 6/1. Das Kettenhemd schützte sehr gut gegen Schwerthiebe. Doch es konnte mit einem Pfeil oder mit einem Armbrustbolzen durchschossen werden. Ein Kettenhemd war persönlich. Bei gefallenen Feinden wurden die Kettenhemden meist entwendet. Verzierungen oder vergoldungen an Kettenhemden galten bei den Templern als Schmuck und mussten entfernt oder schwarz übermalt werden.
Der Waffenrock
Der Waffenrock bestand aus einem festen Wollstoff. Bei den Rittern war er weiss und hatte das Templerkreuz über dem Herzen. 
Der Waffenrock wurde direkt über dem Kettenhemd getragen und bot dadurch einen zusätzlichen Schutz für den Kämpfer. Durch den Waffenrock konnte sich auch das Kettenhemd durch die Sonne nicht zu stark erhitzen. Der weisse Waffenrock mit dem roten Tatzenkreuz war das Zeichen der kämpfenden Templer. 
Die Rüstung
Die Rüstung bestand aus der Unterwäsche, dem Gambeson, dem Kettenhemd und dem Waffenrock. Bei Paraden trugen die Templer den weissen Mantel als Zeichen der Ritterschaft. Ein Schwert hing am Gürtel, wie auch ein Messer  mit einer Tasche. 
Es gab zwei Schildgrössen. Einen kleineren Reiterschild, und wie hier abgebildet der grosse Infanterieschild. Die Schilde waren schwarz und weiss angemalt. Beim Helm handelt es sich um einen Spangenhelm mit Nasenschutz. Zum Teil trugen die Templer auch Topfhelme. Bewegliche Helmvisiere gab es in der Zeit der Templer noch nicht. Die Hände waren mit Kettenhandschuhen geschützt. Es waren mit Ketten überzogenen lederne Fausthandschuhe. Zum Teil waren die Handschuhe direkt mit dem Kettenhemd verbunden. Als Speer diente den Templern eine ca. 2 m bis 3 m lange Lanze mit einer Metallspitze. Zur Bewaffnung konnten auch verschiedene Streitkolben gehören.
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